German poem
Wie sind die langen Stunden leer
by Max Dauthendey (1867–1918)
Wie sind die langen Stunden leer! Nie kommt von dir ein Echo her. Nie haben sich mehr unsre Hände gefunden. Die Brust ist mir drinnen zerschürft und zerschunden.
Die Tage kommen und sterben fort Lieblos und ohne dein stärkend Wort. Warum ich noch lebe? Ich leb' vom Erwarten, Wie die Bäume im Winter, die halbtot erstarrten.