Versos German Neidhart Fröut iuch

German poem

Fröut iuch

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Fröut iuch, junge und alte! der meie mit gewalte

den winder hât verdrungen, die bluomen sint entsprungen.

wie schôn diu nahtegal ûf dem rîse ir süeze wîse singet, wünneclîchen schal!

„Walt nu schône loubet. mîn muoter niht geloubet.

der joch mit einem seile“, sô sprach ein maget geile,

„mir bunde einen fuoz, mit den kinden zuo der linden ûf den anger ich doch muoz.“

Daz gehôrte ir muoter: „jâ swinge ich dir daz fuoter

mit stecken umbe den rugge, vil kleine grasemugge.

wâ wilt dû hüpfen hin ab dem neste? sitze und beste mir den ermel wider in!“

„Muoter, mit dem stecken sol man die runzen recken

den alten als eim sumber. noch hiuwer sît ir tumber,

dan ir von sprunge vart. ir sît tôt vil kleiner nôt, ist iu der ermel abe gezart.“

Ûf spranc sî vil snelle. „der tievel ûz dir belle!

ich wil mich dîn verzîhen; dû wilt vil übel gedîhen.“

„muoter, ich lebe iedoch, swie iu troume. bî dem soume durch den ermel gât daz loch.“