German poem
Ich lodre hoch in Liebesglut zu einer jugendlichen Schönen
by Omar Khayyām (1048–1131)
Ich lodre hoch in Liebesglut zu einer jugendlichen Schönen, Laut spricht mein Herz, allein der Mund bleibt stumm und ringt umsonst nach Tönen. O Himmel! ist auf Erden je so seltsam was gesehen worden? Verdurstend, lechzend sitz' ich da an eines klaren Stromes Borden.
More by Omar Khayyām
- Hüte dich, daß nicht die Zecher dich der Nüchternheit bezeihn!
- Ich bin der Häuptling aller Weinhausgänger
- Ich bin ein Sklave, der sich empört; wie reimt sich das mit deiner Macht?
- Ich habe des Daseins Höhen und Tiefen, soviel es der Geist vermag, durchdrungen
- Ich weiß nicht, wer zu diesem Sein auf Erden mich erschaffen hat
- Ich weiß, nicht hängt sich des Verständ'gen Geist
- Ihr Freunde! füllt mir den Becher mit Wein, damit mein Herz nicht darbe!
- Ihr sagt mir: »Morgen hebt er an, der heil'ge Mond der Fasten