German poem
Nimm an, du wärst zum Ziel gelangt mit allem Streben – was alsdann?
by Omar Khayyām (1048–1131)
Nimm an, du wärst zum Ziel gelangt mit allem Streben – was alsdann? Nimm an, verronnen wäre dir das süße Leben – was alsdann? Ich setze, tausend Jahre schon nach Wunsche hättest du gelebt, Und weitre hundert wollte Gott noch Frist dir geben – was alsdann?
More by Omar Khayyām
- Nichts hat es der Welt genützt, als ich auf die Erde gekommen
- Nie eine Sekunde, seitdem ich bin, verbracht' ich anders als trunken
- Nie war ein Mensch noch sündenlos, ob Weib nun oder Mann
- Niemals noch, solang ich denke, war das Glück mit mir im Bunde
- Nimm den irdnen Krug, Geliebte, nimm den Becher in die Hand
- Noch – unserm Schenken sei's gedankt! – bleibt übrig mir ein Atemzug
- Nun fängt die Lust von neuem an, des Predigers Stimme schweigt
- Nun ist der Lenz geschwunden mit der Rose