German poem
Als er von einem hochadelilichen Frauenzimmer
by Philipp von Zesen (1619–1689)
Ach weh! wie ist mein hertz mit angst und schmertz ümgeben; Nichts ist/ das trösten kan mein als-entseeltes leben; Nichts ist das laben mag mich armen in der pein/ An der ich itzund mus so fest verhaftet sein.
Mein abschied ist einmahl/ ja mehrmahl/ ausgesprochen/ Auf Deutschland steht mein sin/ da ich in wenig wochen Rund üm den Elben-strohm von Holland singen will. Gott gebe/ daß der wind mier werde from und stil.
Richt auf dein klares häubt/ Du Königin der sterne/ Erleuchte mich und die/ die mir seind hold von ferne. Träu bleib' ich bis zum tod'/ und wündsch' euch tag und nacht/ Auf see und land/ daß euch der himmel nehm' in acht.