Versos German Philipp von Zesen Das sechste Lied

German poem

Das sechste Lied

by (1619–1689)

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Wie mag das Rosen-kind verzühen? Gegen-stimme: Es wird blühen. Wan sol es dan die blüht' erreichen? G. zeit mus weichen. So würd die zeit uns noch erfreuen? G. gantz verneuen.

Da kömmt der ältern wundsch und freude/ G. augen-weide. Der schönsten bluhmen Königinne/ G. Halb-göttinne. Ein kind das schöner nie erkohren/ G. noch gebohren.

O schönes Fräulein sei wilkommen/ G. allen Frommen. O Florentine Dorotee/ G. halt und stehe/ entfange doch das lust-getöhne/ G. o du Schöne.

Sih' an der Sonnen freuden-blikke/ G. liebes-strükke. Sih' an die bluhmen/ wie sie winken; G. lieblich blinken. Die noch der perlen-tau befeuchtet/ G. strahlt und leuchtet.

Es wündscht Dier alles langes leben. G. Glük darneben. Ei lebe! lebe! grühn' und blühe! G. ohne mühe: auf daß dein Bluht mit ehren prange. G. Lebe lange!