German poem
Iii
Nimm, vernimm, und frag nicht viel, tiefster Ernst wird höchstes Spiel; sieh nur, mit dem Schmerz der Zeit spielt die ewige Seligkeit.
Maßstäbe
Das Unermessne ist der Kunst so eingemessen, daß du vermessen bist, willst du’s allein ermessen.
Gesichtspunkte
Manches Auge schwelgt im Grauen, manches wühlt sich bis zur Qual in ein Farbenbachanal, aber jedes will einmal hochgemut ins Blaue schauen.
Kunstgenuß
Schönheit wird wie Glück empfangen: Freude krönt dein bang Genießen, und die Freude ein Verlangen, sich als Liebe zu erschließen. Denn der Schöpfung schöne Hülle hält ihr Wesen wohlverwahrt, ist von Reiz so spröd wie zart und erschließt des Glückes Fülle +Dem nur, dessen eigne Art die Art des Schöpfers offenbart+.
Einem und jedem Schöpfer
Du hast uns mehr als Leben, du hast uns aus dem Geist, der das Leben speist, eine Welt gegeben.
Den Empfänglichen
Ein Wörtlein Dank -- o schönster Schall: des Schöpferwortes Widerhall. Uns allen ahnt kein höher Glück: nun tönt die Welt zu Gott zurück.
Den Querköpfen