Versos German Richard Dehmel Iii

German poem

Iii

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Was sind Worte, was sind Töne, all dein Jubeln, all dein Klagen, all dies meereswogenschöne unstillbare laute Fragen -- rauscht es nicht im Grunde leise, Seele, immer nur die Weise: still, o still, wer kann es sagen!

Dichterschicksal

Eine heilige Dichtung vernahm ich: war einst ein Diener, der opferte willig sein Gut, sein Blut, sich selbst, seinen Sohn der herrischen Zucht eines Heldengeschlechtes, wie der Urwaldbaum sich samt all seinen Früchten dem Boden hingibt, dem er entsproß. Ach, aber wo lebt das Volk, das dich hört, von Ahnengeistern begeisterter Dichter? Und dennoch atmet die Klage Jubel: von jeher säte der Dichtergeist seine Früchte aus in scheintotes Land, des Daseins opferwilliger Diener, künftigen Lebens erhabener Ahnherr, volkstreuer Held wie der Urwaldbaum.

Der geduldige Dichter