German poem
Iii
„Man muß, muß Mein sein! Ja: ich bin, bin der Kuß der Allbrunst, bin der Odem, bin dieser Mund, du lieber Kranker, von dem du stammelst, der glühende; und dies Fieber, das deine Nächte schüttelt, bin Alles Ich! man muß nur +wagen+, mein zu sein! Ja: meine Liebe, die zu Höhen lodert, wo dein armes Ziegenseelchen nicht hinklimmt, wird dich, wie der Adler ein Rotkehlchen, empor zu Himmeln tragen, o Himmeln, die -- o sieh:
sieh meine helle Nacht, du weinend Auge du im Schimmer Meines Mondes! sieh dieses Bett von Reinheit, all diese Unschuld sieh, all diese Ruh! -- Sei Mein! +die+ zwei Worte sind meine höchste Einheit, denn dein allmächtiger Gott vermag zu wollen -- nein: nur erst vermögen will ich dich: sei, sei mein!“