Versos German Theodor Däubler Die Au

German poem

Die Au

by (1876–1934)

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Die Apfelbäume blühen sanft wie Wangen: Im Winde lachen Knaben vom Geäst; Die kleinen Nackten suchen laut ein Nest Und legen Eilein unters Blütenprangen.

Behutsam gleicht, ihr Zweige, dem Verlangen Nach Blättersamt ums Blumen-Seidenfest; Ihr winkt, an euch in zarter Pracht gepreßt, Den Bäumchenherzlein in ergrüntem Bangen.

Bei schweigender Zypresse kennt das Kommen Erhorchter Tochter Demeter und lauscht Dem Pochen ihres Herzens froh-beklommen:

Oh, wenn sich Laub aus tausend Ästen bauscht! Das goldne Knospenklimmen bleib verglommen, Am Blau hat sich die laue Au berauscht!