German poem
Zweyhundert drey und siebenzigstes Sonett: [Mein frisches Blüthenalter schied so eben]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Mein frisches Blüthenalter schied so eben Dahin, und lauer ward des Herzens Schwüle In mir, ich stand bereits an jenem Ziele, Wo sinkend sich zum Ende neigt das Leben; Schon wollte ihres Argwohns sich begeben Gemach die theure Feindinn, im Gefühle Der Sicherheit, schon wandelte zum Spiele Mein herbes Weh ihr tugendliches Weben; Nah war die Zeit, wo Amor sich verbinden Und Keuschheit, Liebenden es wird gewähret, Beysammen sitzend Alles sich zu künden. Der Tod, neidend das Glück, so mir bescheeret, Die Hoffnung selbst, ließ feindlich sich mir finden Auf halbem Weg, gerüstet und bewehret.
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