German poem
Er
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Er löschte aus, verglimmend, langsam, sacht, Wie eine Lampe löscht nach langer Nacht, Wird ihrem Dochte Oel nicht zugebracht. –
Die Flamme flackert dann und schwelt und zuckt Und wird zum Fünkchen, das sich ängstlich duckt, Bis es die Finsternis zuletzt verschluckt. –
So starb auch er – ihm hat der Tod die Kraft In jahrelangem Siechtum still entrafft, Bis er zusammenbrach, morsch und erschlafft. –