Versos German Heinrich Kämpchen Fluch dem Zarismus!

German poem

Fluch dem Zarismus!

by (1847–1912)

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Der weiße Schrecken herrscht im Baltenland, Blutströme fließen und die Opfer fallen; Noch sind die ersten nicht verscharrt im Sand, Und neue Salven hört man wieder knallen. – So geht es fort, vom Morgen bis zur Nacht, Und auch die Nacht hindurch noch unverdrossen, Es ist das geile Würgen nach der Schlacht – Erschossen wird, und wiederum erschossen. –

Mann, Weib und Kind – die Henker fragen nicht, Ob schuldig auch – Rebellen sind gefangen! Und ob man klagt, hier helfen Klagen nicht, Was nicht erschossen wird, das wird gehangen. – Das Baltenland gleicht einem Totenfeld, Auf dem Kosaken Beutezüge halten, Und nur der Wind, der durch die Föhren gellt, Weint laut sein Lied um die erschlag’nen Balten. –

Doch morde nur, du blutiges Zarat, Und laß die Freiheitskämpfer niederknallen, Du säst dir selbst die wilde Drachensaat Und bist dem eig’nen Henkerbeil verfallen. – Geschliffen schon ist längst für dich der Stahl Und tausend Arme sind es, die ihn schwingen, Und Hunderttausend harren deiner Qual, Und Hunderttausend beten fürs Gelingen. –