Versos German Johann Karl Wilhelm Geisheim Komm wieder

German poem

Komm wieder

by (1784–1847)

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Wenn ich bei meinen Freunden bin, Und aus der frohen Runde Nun endlich wieder heimwärts hin Mich ruft der Zwang der Stunde: Dann hör’ zuletzt ein Wort ich gern, Mir klingt’s wie Minnelieder; Nach Hause leuchtet’s mir als Stern, Dies Wort, es heißt: Komm wieder!

So bin ich heute wiederum Gekommen, mich zu freuen; Läuft diese Stund’ auch wieder um, Sie soll sich stets erneuen. Steigt wieder auch die Mitternacht Zur Freude neidisch nieder, Hier unter uns bleibt ausgemacht Das Losungswort: Komm wieder!

Denn was uns hier versammelt hat, Läßt sich so leicht nicht trennen. Das steht nicht auf des Glückes Rad, Was hier wir unser nennen. Nur wie die Sonn’ unwandelbar Geht Lust uns auf und nieder; Wenn je die Trennung schwer dir war, Sie ruft dir zu: Komm wieder!

Und siehe da! mein treues Glas, Auf’s Neu’ zur Hand genommen, Bei dem sich’s so vertraulich saß, Will auch bald wiederkommen. Es drängt das Glas zum Glase sich Die Reihen auf und nieder; Und jeder Klingklang bittet dich: Komm, Glas und Freund, komm wieder!

Der Sänger auch, deß Zauberschlag Hat Geist und Herz getroffen, Läßt Wiederkehr den schönen Tag, Der heut uns klinget, hoffen. Nur Freude, die wir dauern sehn, Verdienet Dank und Lieder; Drum Keiner laß’ den Andern gehn Ohn’ unsern Gruß: Komm wieder!