German poem
Auf die eheliche Verbindung des Baumeisters J. J. C. A… mit W. E… am 13ten Junius 1809
by Johann Peter Hebel (1760–1826)
Der Künstler schaut sein Kunstwerk an: „Fürwahr das hab’ ich gut gemacht.“ Die Zinnen steigen Himmel an, es steigt der hohen Säulen Pracht, und der gefror’nen Musik Schall ist ganz harmonisch überall.
O süße Zauber-Symphonie! Wie tönt Gesims und Postement, und schmelzt das Herz zur Sympathie! Wie brummt der Baß am Fundament! Und geht der Wind, wie kräftig schlagt der Fensterladen seinen Takt!
Die Ziegel singen wunderschön, und das Camin gibt süßen Klang. – Doch süßer, sagt er selber, tön’, von Mädchen-Lippe Gruß und Dank, und das Duett im Herzverein, das Wort der Liebe: Ich bin dein.
So komm denn Bruder gut und treu, das Schwesterlein in Lieb’ umfang! Und Euer ganzes Leben sey ein rein harmonischer Gesang! Bald tönt zu süßem Dreiverein, das Eja und Popeja drein.