German poem
Gestern vor der Morgendämmrung, einen Becher in der Hand
by Omar Khayyām (1048–1131)
Gestern vor der Morgendämmrung, einen Becher in der Hand, Mir zu seiten eine Schöne, saß ich an des Baches Rand, Und vom Lichtglanz, den der rote Wein auf einmal rings entzündete, Ward getäuscht der Stundenrufer, daß er schon den Tag verkündete.
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- Geknetet ward der letzte Mensch schon aus dem ersten Erdenschlamme
- Geschaffen hat den Himmel nur der Mensch durch sein Verlangen
- Gestatte den Tagen nicht noch den Nächten auf Erden
- Gestern in des Töpfers Werkstatt sah ich hundert Krüge stehn
- Gewalt'ge Leidenschaften hat uns Gott zuerst ins Herz gepflanzt
- Gib dich nicht dahin dem Kummer über diese böse Welt!
- Gib einen Fußtritt dem Himmel! laß ab
- Gleich geschmolzenen Rubinen glänzt im Glas des Weines Welle