German poem
Gewalt'ge Leidenschaften hat uns Gott zuerst ins Herz gepflanzt
by Omar Khayyām (1048–1131)
Gewalt'ge Leidenschaften hat uns Gott zuerst ins Herz gepflanzt, Dann sagt er uns: »Ich strafe dich, wenn du sie nicht bemeistern kannst.« Wir Armen! Spricht ein Vater wohl: »Die Schale kehre um, mein Kind!« Und straft sodann das Söhnchen, wenn der Inhalt auf den Boden rinnt?
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- Geschaffen hat den Himmel nur der Mensch durch sein Verlangen
- Gestatte den Tagen nicht noch den Nächten auf Erden
- Gestern in des Töpfers Werkstatt sah ich hundert Krüge stehn
- Gestern vor der Morgendämmrung, einen Becher in der Hand
- Gib dich nicht dahin dem Kummer über diese böse Welt!
- Gib einen Fußtritt dem Himmel! laß ab
- Gleich geschmolzenen Rubinen glänzt im Glas des Weines Welle
- Glückselig wer schlicht und verborgen auf Erden lebt