German poem
Zum Schädel des Kai Kawus auf dem Wall
by Omar Khayyām (1048–1131)
Zum Schädel des Kai Kawus auf dem Wall Von Tus einst hört' ich sprechen einen Geier: »Ach! ach! wo ist nun deiner Feste Feier? Wo blieb nun deiner Kriegsdrommeten Schall?«
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- Wozu auf Erden nur dies Kommen und dies Gehn?
- Zähl dutzendfach mir vor, wie viel im Leben
- Zu einer Dirne jüngst hört' einen Mönch ich sprechen
- Zu Fasten fühlt' ich und zu Gebet mich jüngst gedrängt und dachte: vielleicht
- Zum Weinglas oft greift meine Hand, allein zum Koran minder
- Zwei oder drei Tröpfe, an Geiste blind
- Zwei Sekunden währt das Leben nur – geschwind drum trinke Wein!
- »Dir, Chijam, bietet seinen Gruß der Herr der Toten und Lebend'gen