German poem
Meine Lust ist Leben
by Peter Rosegger (1843–1918)
Gute Nacht, ihr Freunde, Ach, wie lebt' ich gern! Daß die Welt so schön ist, Dankt' ich Gott dem Herrn. Daß die Welt so schön ist, Tut mir bitter weh, Wenn ich schlafen geh!
Ach, wie möcht' ich einmal Noch von Bergeshöhn Meine süße Heimat Sonnbeleuchtet sehn! Und den Herrn umarmen In des Himmels Näh', Eh' ich schlafen geh.
Wie man abends Kinder Ernst zu Bette ruft, Führt der Herr mich schweigend In die dunkle Gruft. Meine Lust ist leben, Doch sein Will' gescheh, Daß ich schlafen geh!