Versos German Sophie Hoechstetter Ostersonnabend

German poem

Ostersonnabend

by (1873–1943)

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Aus fernen Gründen, die noch keiner nannte, Weil alle dort wie eine stille Welle Im Strome des Vergessens sinken, sandte Der Welterhalter junge Lebensquelle:

Nun fuhr der Tauwind brausend durch die Lande – Am Berghang blüht die blaue Küchenschelle, Ich zittre, weil mir jäh das Herz entbrannte In dieses Abends keusch-verklärter Helle.

Durch klare Stille tönen stark die Glocken. Ja, dieser Abend ist durchbebt von Freude, Von einer Freude, die sich wie erschrocken Bewußt wird dieses kindersüßen Heute. Du glühst, mein Herz? Wohl dir, du kannst frohlocken: Dein Ostern kommt mit lenzlichem Geläute.