German poem
Ich bin nicht krank, Gott sei es Dank
by Taras Schewtschenko (1814–1861)
Ich bin nicht krank, Gott sei es Dank, Doch ist mein Herz so bang, so bang, Und harrt auf etwas voller Schmerz Und härmt sich schlaflos ab und sinnt Wie eines Bettlers hungrig Kind. Was schmerzt dich so, mein armes Herz? Ahnst du ein neues bittres Weh? Denn Glück hast du ja nicht zu hoffen, Die Freiheit ist ins Herz getroffen, Und sank das edle, blut’ge Reh An Zaren Niklas scharfem Pfeile. Um sie zu wecken uns zum Heil, Müßt ihr gemeinschaftlich das Beil Verbrennen, müßt ihr schärfen gut
Die Axt…