German poem
Dreyhundert und siebentes Sonett: [Nicht konnte süßen Blick der Tod verherben;]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Nicht konnte süßen Blick der Tod verherben; Doch kann den Tod ein süßer Blick versüßen. Was brauch' ich Andr' um Führung zu begrüßen? Sie führt mich, die, was gut, mich lehrt' erwerben; Und Er, der freudig gab sein Blut im Sterben, Der Hölle Pforten brach mit seinen Füßen, Scheint Trost in seinem Tod mir zu erschließen; Drum komm', o Tod! Mit Freuden will ich sterben! Und zögre nicht; denn Zeit wohl ist es eben; Und wär' es nicht, war's Zeit in jener Weile, Als meine Herrinn dannen sich gewendet. Seitdem war ich nicht einen Tag am Leben; Mir ward Ein Pfad, Ein Ziel mit ihr zu Theile, Mit ihrem Fuß' hab' ich den Lauf geendet.
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