German poem
Sechszehntes Sonett: [Der Thiere gibt's, die nach des Lichtes Quelle]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Der Thiere gibt's, die nach des Lichtes Quelle Mit stolzen Blicken schau'n und nicht erblinden, Und andre, die, weil Schmerz sie drob empfinden, Hervor nur Abends gehn aus dunkler Stelle; Noch andre meynen, in der Flammen Helle, Von irrem Wahn getrieben, Lust zu finden; Doch zeigt sich bald ein Zweytes – daß sie zünden. Weh mir, daß ich den Letzten mich geselle! Weh! daß ich nicht im Lichte auszuharren Vermag, der Herrinn, nicht mich zu umbauen Mit Finsterniß, noch harren nächt'ger Weile! Mich treibet mein Geschick, mit feuchten, starren Und blöden Augen stets nach ihr zu schauen; Ich folg' und weiß, daß in die Flamm' ich eile.
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