German poem
Swem sin můt
Swem sin můt stet vf minne gar vnd der getar dik frowen gůt den můt· getůn wol bi vnd si· dc wol enpfahent dem nahint süssú heil des wirt sin můt· so geil so wol tůt im swanne er dar kvmt ob es in frumt doch anders nicht wan gesicht· an schone wib sin lib· fröt sich ir wunnen die kunnen geben heil vnd fröiden vollen teil
Ich wene das keiner slachte gůt so süsse ge dvrch mannes můt so dik sam frowen klar so gar· süsse ist schöne dauon kröne· wol die frowen tugende vol es tůt bas herzen ǒgen nicht swie vil man weltlich wunnen sicht sam frowen wolgitan das kan nieman verkeren wan si hant eren· hort dvr die welt hie vnd dort
Es wart nie süsˢ angesicht noch liebers nicht danne schonú wib mannes lib· wirt des gewar der dar· von herzen achtet vnd trachtet völleklich an wib so wunnerich des tůt ie wunderer sorgen bůs ir zartlich grůs doch mangem man der kan· recht wunne intstan vnd gen· in dike vnder ǒgen vnd tǒgen inren sich ir wunnen minnenklich
Der slaf nicht mannes herzen kan binemen frowen wolgitan sin gidanke sin in bi als si schon vor im wesen das v̂sîrlesen gůt· dike höhet mannes můt swel man sicht· frowen minnenklich der mag des wol erkomen sich in sines herzen grunt der stunt· mag er wol sehen das man in iehen sol· gar hohes lob so wol
Dú welt hat nicht das si so minnenklich vnd ǒch da bi so tugenden rich sam frowen gůt Das dur gat· manigen man dc herze sin der kan entstan loblichen schin der sanfte tůt
Swa man der welte pris wil began da můs man schone frowen han da enist hof anders nicht vnd sicht· man da schone frowen ... wol den hof vil êren vol Ich bin wer· das manig werder man so gerne sicht· frowen fröde han des maniger dar danne gat vn hat· mit in vil wunnen wan frowen kunnen· so gar hoflich wesen fro
So stet loslich ir gan vnd so zartlich ir grůs das tůt· dike senden man vil der swere bůs der des nimt war fröide gros· birt ir zucht dú ist so wiblich gůt in gesach nie stolzer frucht das seit mir min můt noch so lieblich geuar
Wib sint der welte ein gastunge bas vnd ein geuerde danne alles das got hat der welte verlan manig mân· můs mir des iehen der rechte spehen kan wib sint so lobesan mich dunket swer· frowen gern nimt war das der deste houelicher var das er geualle in wol das sol· nit sin vnuůge ia suln wir klůge· sin dur schone frowen fin
Swanne dú zartlichen wib hant so loslich ir lib die so wol sint gestalt ach wie manigualt si wunne hant We was wart· schoner ie das wart mir kunt noch nie beide wengel ir mvnt sin von röti angezunt dur ellú lant
Vns mag der lichten blůmen schin noch süsser sang der vogellin noch sumerliche blůt so gůt· gedunken niemer den můt wir iemer· han sam frowen wol gitan
Hin vnd her nemen wunnen war vnd sůchen durch dú lant· So gar nach der welte· wunne hort nu dort· vnd hie wir schowen an schonen frowen· doch die hochsten wunne noch
Süsseklich sint ir wort vnd ir singin da bi wib sint wunnen ein hort dc er vil selig si swer in lob git
Seldenrich ist ir můt so stent ir sitte wol wib sint lobeliche gůt des man si loben sol vúrs meien zit
Es wirt von nichte mannes můt so rechte minnenkliche gůt sam dur die frowen clar so gar· vil hant si güte dc got ir hüte· so das si dike wesen fro
Swer wol gewon· schon frowen si dc er in dik mag wesen bi mit fůge wol im wol der sol· fro sin von schulden ob er nach hulden kan gesin ir dienestman