German poem
Ganz unwert bin des Himmels ich, und auch die Hölle will mich nicht
by Omar Khayyām (1048–1131)
Ganz unwert bin des Himmels ich, und auch die Hölle will mich nicht, Gott einzig weiß, aus welchem Lehm er mich geknetet haben mag. Ein Ketzer, ein Verworfener, ein heil- und glaubensloser Wicht, Nicht denken kann ich, was mit mir geschehen soll am jüngsten Tag.
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- Früh bei Sonnenaufgang täglich will ich in das Weinhaus gehn
- Fühlst du keine Scham, nach niederm Tand und Reichtum nur zu trachten
- Für eine magische Laterne ist diese ganze Welt zu halten
- Gäb' es keinen Wein auf Erden, keinen Schall der Irakflöten
- Ganz vergleichbar ist dein Leib, o Chijam, einem Fürstenzelt
- Gedenk' ich der Sünden, die ich begangen
- Geknetet ward der letzte Mensch schon aus dem ersten Erdenschlamme
- Geschaffen hat den Himmel nur der Mensch durch sein Verlangen