German poem
Pochmanns Venus und Amor
by Theodor Hell (1775–1856)
Wie mit bittendem Blick er aufsieht zur lieblichen Mutter Daß sie schone, und nicht senden ihm heiße den Pfeil. Denn wohl schelmisch ist er, es zeigen’s die Grübchen der Wange, Aber es heget doch auch Mitleid des Kindes Gemüth. Doch die Mutter voll Reiz, süß lehnend die herrlichen Glieder Auf der Wolken Gesäum, zeiget das schuldige Herz Welches der strafende Pfeil recht schmerzlich berühren nun müsse Weil es die Hohe verhöhnt, welche doch Göttin des Alls. Aber sie weiß es ja wohl, es wandeln sich Schmerzen in Wonnen, Und für der Heilung Glück trägt man die Wunde so gern.