German poem
Der Morgen
by Theodor Hell (1775–1856)
Die Morgennebel senken sich; Es wird ein schöner Tag fürwahr, Der See ruht still, fast schauerlich! So bläulich ist die Well’ und klar. Und auf der Weide zieht herzu Die Maid mit ihrer Heerde schon, Freut sich der heitern Morgenruh, Wie weit erschallt der Glöcklein Ton, Und weil zu Haus nicht Zeit sie fand, Zum Putz bey’m Spiegel an der Wand Beugt sie sich über Seees Rand.