German poem
Der Sohn dem Vater
by Theodor Hell (1775–1856)
Theurer Vater! kindlicher Verehrung Weih ich dieses Gleichniß Deiner Züge, Daß Dein Bild in sanfter Huld sich füge Zu den ernsten Worten der Belehrung. Oben in dem Lande der Erhörung Hast Du nun des Strebens reiche Gnüge; O daß Deiner Psyche Flügel trüge Meinen Geist zu Dir aus Erdenstörung.
Zarte Reinheit, sanft gemüthlich Bilden Bey der Schule treubefolgter Weisung, Führte Dich mit köstlicher Verheißung, Auf der Kunst besonnten Lichtgefilden. Dir nach laß im reichen Rom mich streben, Alte Kunst entfeßle neues Leben.