Versos German Amand Berghofer Das Glück der Zärtlichkeit

German poem

Das Glück der Zärtlichkeit

by (1745–1825)

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Ein Herz, das durch erhabne Triebe, Durch Zärtlichkeit und Menschenliebe Von der Natur geadelt ist, Ein fühlbar Herz ist jene Quelle, Die unversieglich in die Seele Der Liebe süsse Wollust gießt.

Ein Geist, der frey und edel denket, Durch niedern Vortheil nicht gelenket, Nicht prächtgen Sklaven zinnsbar ist, Wo Sanftmuth, edle Einfalt wohnet, Zufriedne stille Tugend thronet, Die stets wohlthätig überfließt;

Ein redlich Antlitz, sanfte Blicke, Wo bey des Nächsten Ungelücke Des Mitleids edle Zähre fließt: Sind Güter, die der Thor nicht kennet, Der fühllos auf dem Throne gähnet, Wo er der Menschheit Recht vergißt.