Versos German Amand Berghofer Der Gottesacker

German poem

Der Gottesacker

by (1745–1825)

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Hier ist der Sammelplatz, wohin das Verhängniß uns ausirrenden Pilgrimen die Loosung gegeben. Hier will ich der blassen Schwermuth zur Seite, unter zerschelten Gebeinen und verstümmelten Statuen, unter fatalen Gräbern herumwandeln; hier— kalt tritt das Geblüt in meinen Adern zurück, ein heimlicher Schauer schweret mich abwärts. — — Entsetzet euch nicht, baufällige Knochen, über die Ueberbleibsel eures Gleichen zu klettern! Feiger Körper, was bebst du zurück? Laßt mich verzärtelte Sinnen! laßt mich! hier will ich ganz Geist die Spuren des Verhängnißes tretten; steif will ich dem Tode ins Angesicht schauen.

Wer hienieden nach Wesenheit haschet, der greift Elemente, und wer Elemente festhalten will, der greift nach Nebel. Berge entwerfen in herbstliche Thäler nur einen welken Schatten von den verblüthen Schätzen des Frühlings. So mähet die Zeit um sich, bis der Tod selbst, über die angerichtete Verwüstung erstaunt, und durch seine eigene Kräfte aufgerieben, in die allgemeine Niederlage fällt; bis Berge und Klippen an einander stürzen, und die Welt, aus ihren Angeln gerissen, den Tod der ganzen Natur vollendet.